Gaming Culture – Kultur Spiele(n)

Freitag, 14. Juni, 2013
Ob Killerspieldebatte oder süchtige Kellerkinder - Computerspiele werden gerne für gesellschaftliche Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht. Dass im Zusammenhang mit Spielen aber auch spielerisch Gesellschaftsmodelle verhandelt, Identitäten ausprobiert und gemeinsam neue kulturelle Formen wie Let's Plays oder Mods entwickelt werden, wollen wir in Symposium und studentischer Präsentation "Gaming Culture – Kultur Spiele(n)" sichtbar machen. In mehreren Vorträgen, Gesprächen und studentischen Ausstellungsbeiträgen werden vielfältige Zusammenhänge von Computerspielen und gesellschaftlicher Realität aufgezeigt und diskutiert. Weil Spielen im Gegensatz zu Lesen, Anschauen, Hören eine interaktive Form der Erfahrung ist, steht hier das Potenzial von Computerspielen im Mittelpunkt, ergebnisoffen kulturelle Werte und moralisches Verhalten aufzugreifen und zu verhandeln.

Vorträge:
Maike Groen: Too many dicks on the dancefloor: Inszenierung und Reproduktion von Männlichkeit im E-Sport
Judith Jaskowski, Silja Rheingans: Living Archive. Zur Archivierung und Kategorisierung von Computerspielen als Kulturgut
Hans Schuhmacher: Rollenspiele(n). Massive Multiplayer Online Games als Räume für subversive Identitätsbildung

Science Slams:
Jürgen Bischoff: Mit dem Urbanen spielen
Felix Gerloff: Pirates! Figuren und Ökonomien kultureller (Un)Ordnung in Piratenspielen
Moritz Wessing: Konzepte des Anderen im Computerspiel

Ausstellungsbeiträge:
Alexandra Müller, Pascal Redlich: Let’s Plays. Erkundung eines medialen Massenphänomens
Sven Angene, Janosch Angene, Julian Sandhagen, Kai-Oliver Gutacker: GTA IV als Gesellschaftskritik
Andreas Fender: The Same. Ästhetik des Killerspiels
Maria Lorenz: Gamer. Eine Dokumentation
Ort: Computerspielemuseum
Tag: 14. Juni, 2013
Zeit: 14:00 Uhr
Kontakt
Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin

Besucherservice:
Tel.: +49 30 6098 8577
(täglich 10-20 Uhr)