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Sonderausstellungen

Die Sonderausstellungen sind im normalen Eintrittspreis enthalten.

BONUS-LEVEL JAPAN

08.04.2019 - 08.09.2019

Das japanische Kirschblütenfest, Hanami (花見, „Blüten betrachten“), findet jedes Jahr im Zeitraum von Ende März bis Anfang Mai statt. Diese Tradition existiert in Japan Schätzungen zufolge bereits seit der Nara-Periode (710–794). Anlässlich des Hanami präsentiert das Computerspielemuseum die Sonderausstellung BONUS-LEVEL JAPAN, die die japanische Gaming-Kultur beleuchtet.

Japanische digitale Spiele besitzen seit den 1970er-Jahren eine große Bedeutung für die Games-Branche weltweit und haben den Mainstream längst erreicht. Marken wie Super Mario (erster Titel 1981) und Pokémon (erster Titel 1996) erfreuen sich international großer Bekanntheit.
Doch der Einfluss reicht weit darüber hinaus. Der Videospielkonsolensektor hätte beispielsweise bereits 1983 während des wirtschaftlichen Zusammenbruchs der Videospielindustrie, dem sogenannten Video Game Crash, sein vorzeitiges Ende gefunden, hätte Nintendo nicht seine erste Heimkonsole auf den Markt gebracht.
Ohne den weltweiten Erfolg des Nintendo Entertainment Systems (NES, 1983), in Japan als Famicom (Family Computer) bezeichnet, wäre die Computerspielelandschaft heute eine völlig andere.

Die Sonderausstellung BONUS-LEVEL JAPAN schickt die Besucherinnen und Besucher auf eine interaktive Reise durch drei Schwerpunktgebiete der japanischen Gameswelt. Neben populären Spieleserien zeigt die Ausstellung auch weniger bekannte Titel und bietet Einblicke in spezifische Themenbereiche. Der erste Bereich konzentriert sich auf die Akihabara Electric Town (秋葉原電気街, Akihabara Denki Gai). Anschließend begeben sich die Besucherinnen und Besucher in die Vergangenheit und erleben die Entwicklungsgeschichte der japanischen Games-Industrie. Der dritte Abschnitt veranschaulicht die Wechselbeziehung zwischen Games, Popkultur und Geschichte.

Die Realisierung der Ausstellung wurde gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg.

Täglich geöffnet von 10:00 bis 20:00

Aufschlag Games. Wie die digitalen Spiele in unser Leben traten


Die Sonderausstellung „Aufschlag Games“ lässt die Besucher in eine Zeit eintauchen, in der Computerspiele unser Alltagsleben eroberten. Die Zeitreise führt von den öffentlich aufgestellten Videospieleautomaten bis hin zu den Heimkonsolen aus verschiedenen Jahrzehnten. In authentisch nachinszenierten Erlebnisräumen können sich die Besucher an originalen Geräten die Anfänge unserer digitalen Informationsgesellschaft selbst erspielen.

Bereich Spielhalle

Von den 1970er-Jahren bis in die 1980er-Jahre waren es die Videoautomatenspiele, die den Takt vorgaben. Hier war es möglich, teure Computertechnik und auf das Spiel abgestimmte Ein- und Ausgabegeräte zu verbauen.

Heimbereich
- Wohnzimmer, späte 1970er-Jahre:
Die ersten Heimvideospiele wurden nicht als Spielzeuge für Kinder, sondern als Erwachsenen- bzw. Familienunterhaltung verkauft. In den Haushalten stand üblicherweise nur ein Fernseher im Wohnzimmer. Deshalb wurden diese Geräte z.B. durch Verwendung von Holzfurnieren den damals gebräuchlichen Designs angepasst.

- Hobbyraum, 1. Hälfte der 1980er-Jahre:
Nachdem Apple (1977) mit dem Apple II den ersten Heimcomputer erfolgreich etablierte, begannen immer mehr Menschen, sich privat mit der neuen Technik zu beschäftigen. Waren Computer vorher nur etwas für Spezialisten, konnten sich von nun an viel mehr Menschen diese neue Technik aneignen. Begünstigt durch einen schnell einsetzenden Preisverfall verbreiteten sich die Heimcomputer vor allem als Spielmaschinen schnell in den Haushalten.

- Kinderzimmer, 2. Hälfte der 1980er-Jahre:
Vor allem durch den Erfolg des japanischen Videospieleherstellers Nintendo veränderte sich das Image von Videospielen: Aus einem Vergnügen für alle Generationen wird zunehmend ein Kinderspielzeug. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Anschaffung von Zweitfernsehern für die Kinderzimmer und durch die erfolgreichen, mobilen, batteriegespeisten Spielgeräte. Dank ihrer Einfachheit waren diese Geräte so preisgünstig, dass auch Kinder sie von ihrem Taschengeld kaufen konnten.

- Wohnzimmer, Mitte der 1990er-Jahre:
In der Mitte der 1990er-Jahre finden wir den nächsten Meilenstein. Mit der CD-ROM erlangte ein optischer Datenträger Produktionsreife, der ein Vielfaches der Menge an Daten als die damals üblichen Datenträger speichern konnte. Damit ließen sich nun erstmals auch ganze Filmsequenzen und komplexe Soundtracks in ein Spiel packen. So war es nur konsequent, dass der Platz im Wohnzimmer wieder stärker in den Fokus rückte und die Videospielekonsolen als Multi-Media-Geräte vermarktet wurden.
Sonderausstellung
Aufschlag Games. Wie digitale Spiele in unser Leben traten.
Täglich 10:00 bis 20:00
Eintritt mit dem normalen Ticket

Die Vernissage fand am 7. Januar 2015 im Computerspielemuseum statt. Das Grußwort hielt der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner, der die Ausstellung anschließend mit großem Interesse besichtigte.
Kontakt
Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin

Besucherservice:
Tel.: +49 30 6098 8577
(täglich 10-20 Uhr)