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Sonderausstellungen

Die Sonderausstellungen sind im normalen Eintrittspreis enthalten.

Monsters Attack Planet Earth

19. März bis 26. August 2018

Knetmassen-Monster und Papp-Ungeheuer erobern in stockenden Bewegungen die Leinwand. UFOs an Bindfäden fliegen auf verschreckte Betrachter zu. Anfang der 1950er Jahre wird die Stop-Motion-Animation durch Tricktechniker wie „Ray“ Harryhausen revolutioniert und bietet neue Möglichkeiten, künstliche Kreaturen auf Film zu bannen.

In den darauf folgenden Jahren überschwemmen Monsterfilme die Kinos. Projektoren werfen Zyklopen, Drachen-Echsen, Riesenameisen sowie unzählige andere Monster auf die Leinwand und geben den Zukunfts-Ängsten der damaligen Zeit ein Gesicht.

Die interaktive Sonderausstellung „Monsters Attack Planet Earth“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise in die längst als Trash abgetane Filmwelt. Sie zeigt Videospiele, welche die einzigartige Ästhetik damaliger Monsterfilme einfangen, persiflieren und sogar ähnliche Produktionsverfahren nutzen. Die Spannweite der präsentierten Titel umfasst dabei über 30 Jahre Videospielgeschichte.

Eine Sonderausstellung des Computerspielemuseums

Produktion, Kuration, Szenographie, Texte, Grafik:
Philipp Frei, Mascha Tobe von “we love old games“

Produktionsleitung CSM: K.-Peter Gerstenberger
Technischer Support: Matthias Oborski, Martin Wagner
Videoproduktion, Szenographie: Margarita Filipenko
Übersetzung: Barthold Pelzer
Projektassistenz: Frederic Kirchner, Gregor Häfner

Die Sonderschau im Forum des Hauses kann ohne Aufpreis mit dem Tagesticket besucht werden.

Aufschlag Games. Wie die digitalen Spiele in unser Leben traten


Die Sonderausstellung „Aufschlag Games“ lässt die Besucher in eine Zeit eintauchen, in der Computerspiele unser Alltagsleben eroberten. Die Zeitreise führt von den öffentlich aufgestellten Videospieleautomaten bis hin zu den Heimkonsolen aus verschiedenen Jahrzehnten. In authentisch nachinszenierten Erlebnisräumen können sich die Besucher an originalen Geräten die Anfänge unserer digitalen Informationsgesellschaft selbst erspielen.

Bereich Spielhalle

Von den 1970er-Jahren bis in die 1980er-Jahre waren es die Videoautomatenspiele, die den Takt vorgaben. Hier war es möglich, teure Computertechnik und auf das Spiel abgestimmte Ein- und Ausgabegeräte zu verbauen.

Heimbereich
- Wohnzimmer, späte 1970er-Jahre:
Die ersten Heimvideospiele wurden nicht als Spielzeuge für Kinder, sondern als Erwachsenen- bzw. Familienunterhaltung verkauft. In den Haushalten stand üblicherweise nur ein Fernseher im Wohnzimmer. Deshalb wurden diese Geräte z.B. durch Verwendung von Holzfurnieren den damals gebräuchlichen Designs angepasst.

- Hobbyraum, 1. Hälfte der 1980er-Jahre:
Nachdem Apple (1977) mit dem Apple II den ersten Heimcomputer erfolgreich etablierte, begannen immer mehr Menschen, sich privat mit der neuen Technik zu beschäftigen. Waren Computer vorher nur etwas für Spezialisten, konnten sich von nun an viel mehr Menschen diese neue Technik aneignen. Begünstigt durch einen schnell einsetzenden Preisverfall verbreiteten sich die Heimcomputer vor allem als Spielmaschinen schnell in den Haushalten.

- Kinderzimmer, 2. Hälfte der 1980er-Jahre:
Vor allem durch den Erfolg des japanischen Videospieleherstellers Nintendo veränderte sich das Image von Videospielen: Aus einem Vergnügen für alle Generationen wird zunehmend ein Kinderspielzeug. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Anschaffung von Zweitfernsehern für die Kinderzimmer und durch die erfolgreichen, mobilen, batteriegespeisten Spielgeräte. Dank ihrer Einfachheit waren diese Geräte so preisgünstig, dass auch Kinder sie von ihrem Taschengeld kaufen konnten.

- Wohnzimmer, Mitte der 1990er-Jahre:
In der Mitte der 1990er-Jahre finden wir den nächsten Meilenstein. Mit der CD-ROM erlangte ein optischer Datenträger Produktionsreife, der ein Vielfaches der Menge an Daten als die damals üblichen Datenträger speichern konnte. Damit ließen sich nun erstmals auch ganze Filmsequenzen und komplexe Soundtracks in ein Spiel packen. So war es nur konsequent, dass der Platz im Wohnzimmer wieder stärker in den Fokus rückte und die Videospielekonsolen als Multi-Media-Geräte vermarktet wurden.
Sonderausstellung
Aufschlag Games. Wie digitale Spiele in unser Leben traten.
Täglich 10:00 bis 20:00
Eintritt mit dem normalen Ticket

Die Vernissage fand am 7. Januar 2015 im Computerspielemuseum statt. Das Grußwort hielt der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner, der die Ausstellung anschließend mit großem Interesse besichtigte.
Kontakt
Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin

Besucherservice:
Tel.: +49 30 6098 8577
(täglich 10-20 Uhr)