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03.07.2008

30 Jahre Space Invaders: Die Jubiläumsshow!
Das Computerspiele Museum und die GC–Art 2008 präsentieren
 
Leipzig, 20. bis 24 August 2008, Halle 2
 
Space Invaders ist eine der größten Videospiel-Legenden. Als das Spiel 1978 in den Spielhallen dieser Welt landete, löste es einen bisher nicht gekannten Boom aus. Kurz nach dem Erscheinen der Blockbuster Filme "Star Wars" und Begegnung der Dritten Art" konnten dank Space Invaders nun Millionen meist junge Spieler mit dem Joystick in der Hand nun selbst die Erde vor den außerirdischen Invasoren retten.
 
Space Invaders wurde zur Legende und zu einem globalen Icon. Es ist oft zitiertes Motiv in der Kunst und nach wie vor allgegenwärtig in unserem Alltag. Es ist heute noch so hip wie eh und je. Die Ausstellung "Space Invaders: Die Jubiläumsshow!" möchte diesem Evergreen huldigen und ihn in seinen historischen und aktuellen Facetten erlebbar machen.
 
Neben einer umfangreichen Dokumentation steht natürlich ein originaler Space Invaders Automat im Zentrum des Geschehens. Überragt wird alles durch die interaktive Großinstallation "Invaders!" des amerikanisch-französischen Künstlers Douglas Edric Stanley. Mit seiner Arbeit zeigt er, wie Space Invaders "als soziale Erzählung verstanden und mit historischen Erzählungen in Bezug gesetzt werden kann, ohne dabei seine poetische Kraft zu verlieren" (D.E. Stanley).
 
Bemerkung: Das Kunstwerk "invaders!" wird von Square Enix/ Taito nicht gebilligt. 
 
Space Invaders wurde von Toshiro Nishikado für Taito entworfen und markierte wesentlich den Einstieg Japans als Player in das globale Geschäft mit Videospielen. Es war das erste Spiel, dessen Game Play so etwas wie eine dramatische Handlung beinhaltete. Nur geschützt von vier Bunkern, die langsam aber alternativlos zerstört werden, steht der Spielende alleine einer Übermacht an Feinden gegenüber, die unerbittlich näher rücken. Space Invaders lässt sich als Metapher des universellen mythischen Motivs des Ausgeliefertseins lesen. Andererseits bietet das Spiel die Möglichkeit sich zu wehren. Zwar ging jeder Kampf für die Spielerin oder den Spieler letztendlich verloren. Aber Space Invaders führte zugleich die Möglichkeit ein, sich dennoch in die (Spiel-)Geschichte einschreiben zu können: erstmalig konnten sich die Spielenden mit einem gespeicherten Highscore verewigen. So simpel uns das heute vorkommt, so revolutionär war die Wirkung des neuen Features. Fortan spielte man nicht nur gegen die Maschine, sondern auch gegen menschliche Mitspieler.