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Sonderausstellungen

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Interaktive Ausstellung "Homebrew – Classic Homemade Games"

4. Mai bis 11. Juni 2017

Die Ausstellung "Homebrew – Classic Homemade Games" gewährt einen einmaligen Einblick in eine Entwicklerszene jenseits des Mainstreams. Denn im Zentrum der interaktiven Spieleschau stehen sogenannten Homebrew Games, das sind von Einzelpersonen oder kleinen Entwicklergruppen in ihrer Freizeit erschaffene Spiele. Diese Spiele sind zumeist für alte Spielekonsolen und klassische Heimcomputer konzipiert und so facettenreich wie ihre Entwickler – mal Liebeserklärungen an die Lieblingskonsole, mal neu aufbereitete Kindheitsfavoriten, mal Reminiszenzen oder inoffizielle Fortsetzungen beliebter Klassiker oder aber moderner Games in altem Gewand. Die Besucher der Ausstellung erwartet eine Palette unterschiedlichster Homebrew Games auf Originalhardware, die bekannten und beliebten Klassikern in nichts nachstehen.

Eine Ausstellung von “we love old games“ im Auftrag des Computerspielemuseums Berlin, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg

Produktion, Kuration, Szenographie, Texte, Grafik:
Philipp Frei, Mascha Tobe von “we love old games“
Produktionsleitung CSM: K.-Peter Gerstenberger
Technischer Support: Matthias Oborski
Video: Margarita Filipenko
Projektassistenz: Vincent Wolck, Matthias Schmidt

Der besondere Dank gilt:
Nicolas Betoux & Julius Riecke of Morphcat Games / Cedric Bours of Orionsoft / Aleksander Udotov / Aleksey Golubtsov / Vladimir Tugay / Leigh White of Throwback Games / Bob Smith / Jonas Hultén / Andreas Varga aka Mr. SID / NoPrgress / horn of DNXDelta / Kristof Tuts of Tutstronix / Final Form Games / Ed Fries / Archee of Gravitysensation / Julien Desquenne & Nicolas Pochet of Alice Team / Widdy, Wolf, nightmareNCE of Genesis Project & Nuance / Simon Quernhorst

Homebrew - Classic Homemade Games
vom 4. Mai bis 11. Juni 2017
täglich geöffnet von 10:00 bis 20:00
Eintritt mit dem normalen Ticket

Aufschlag Games. Wie die digitalen Spiele in unser Leben traten


Die Sonderausstellung „Aufschlag Games“ lässt die Besucher in eine Zeit eintauchen, in der Computerspiele unser Alltagsleben eroberten. Die Zeitreise führt von den öffentlich aufgestellten Videospieleautomaten bis hin zu den Heimkonsolen aus verschiedenen Jahrzehnten. In authentisch nachinszenierten Erlebnisräumen können sich die Besucher an originalen Geräten die Anfänge unserer digitalen Informationsgesellschaft selbst erspielen.

Bereich Spielhalle

Von den 1970er-Jahren bis in die 1980er-Jahre waren es die Videoautomatenspiele, die den Takt vorgaben. Hier war es möglich, teure Computertechnik und auf das Spiel abgestimmte Ein- und Ausgabegeräte zu verbauen.

Heimbereich
- Wohnzimmer, späte 1970er-Jahre:
Die ersten Heimvideospiele wurden nicht als Spielzeuge für Kinder, sondern als Erwachsenen- bzw. Familienunterhaltung verkauft. In den Haushalten stand üblicherweise nur ein Fernseher im Wohnzimmer. Deshalb wurden diese Geräte z.B. durch Verwendung von Holzfurnieren den damals gebräuchlichen Designs angepasst.

- Hobbyraum, 1. Hälfte der 1980er-Jahre:
Nachdem Apple (1977) mit dem Apple II den ersten Heimcomputer erfolgreich etablierte, begannen immer mehr Menschen, sich privat mit der neuen Technik zu beschäftigen. Waren Computer vorher nur etwas für Spezialisten, konnten sich von nun an viel mehr Menschen diese neue Technik aneignen. Begünstigt durch einen schnell einsetzenden Preisverfall verbreiteten sich die Heimcomputer vor allem als Spielmaschinen schnell in den Haushalten.

- Kinderzimmer, 2. Hälfte der 1980er-Jahre:
Vor allem durch den Erfolg des japanischen Videospieleherstellers Nintendo veränderte sich das Image von Videospielen: Aus einem Vergnügen für alle Generationen wird zunehmend ein Kinderspielzeug. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Anschaffung von Zweitfernsehern für die Kinderzimmer und durch die erfolgreichen, mobilen, batteriegespeisten Spielgeräte. Dank ihrer Einfachheit waren diese Geräte so preisgünstig, dass auch Kinder sie von ihrem Taschengeld kaufen konnten.

- Wohnzimmer, Mitte der 1990er-Jahre:
In der Mitte der 1990er-Jahre finden wir den nächsten Meilenstein. Mit der CD-ROM erlangte ein optischer Datenträger Produktionsreife, der ein Vielfaches der Menge an Daten als die damals üblichen Datenträger speichern konnte. Damit ließen sich nun erstmals auch ganze Filmsequenzen und komplexe Soundtracks in ein Spiel packen. So war es nur konsequent, dass der Platz im Wohnzimmer wieder stärker in den Fokus rückte und die Videospielekonsolen als Multi-Media-Geräte vermarktet wurden.
Sonderausstellung
Aufschlag Games. Wie digitale Spiele in unser Leben traten.
Täglich 10:00 bis 20:00
Eintritt mit dem normalen Ticket

Die Vernissage fand am 7. Januar 2015 im Computerspielemuseum statt. Das Grußwort hielt der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner, der die Ausstellung anschließend mit großen Interesse besichtigte.
Kontakt
Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin

Telefon Besucherservice:
+49 30 6098 8577
(täglich 10-20 Uhr)