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Kaboom! Games & Comics

18.02.2017 bis 30.04.2017

Computerspiele bedienen sich seit jeher intermedialer Referenzen. Neben Filmen und Büchern sind auch Comics und Mangas beliebte Vorbilder für Games. Dabei wurde die kulturelle und künstlerische Bedeutung beider Medien erst mit der Zeit erkannt, während sie anfänglich vom Establishment nur naserümpfend zur Kenntnis genommen wurden.
Die Sonderausstellung des Computerspielemuseums untersucht die Schnittstellen beider Medien und führt den Besucher in den Kosmos der comic-inspirierten Games mit seiner schillernde Mixtur aus altbekannten Stories, zum Leben erwecken Printästhetiken und Reminiszenzen wie Textkästen oder Sprechblasen ein.
Gleichzeitig wurden Computerspiele und die mit ihnen einhergehende Verbreitung der Heimcomputer auch durch Comiczeichner vielfältig aufgegriffen. Gerade in den diese Entwicklung begleitenden Hobbyzeitschriften gehörte der humorvolle und oft hintergründige Blick auf die neuen Beschäftigungsmöglichkeiten zum festen Repertoire. Vor allem die Frühzeit der Heimcomputer ist von kaum einem Zeichner so treffend in kurzen Comicstrips eingefangen worden wie von Ingo Stein. In der Ausstellung werden vom Künstler selbst ausgewählte Originale gezeigt, die auch käuflich erworben werden können.

Kuration: WELOVEOLDGAMES.COM, Andreas Lange
Texte: Andreas Lange, Mascha Tobe, Philipp Frei
Realisierung: Matthias Oborski, Philipp Frei, Sheng Wang, Fotopioniere
Management CSM: K.-Peter Gerstenberger

Mit Comics von Ingo Stein
Nach einer Idee von Stefan Humer
Medienpartner: Retro Magazin
Eine Sonderausstellung des Computerspielemuseums
Powered by: WE LOVE OLD GAMES.COM

täglich 10:00 bis 20:00
Einlass mit dem regulären Ticket

Aufschlag Games. Wie die digitalen Spiele in unser Leben traten


Die Sonderausstellung „Aufschlag Games“ lässt die Besucher in eine Zeit eintauchen, in der Computerspiele unser Alltagsleben eroberten. Die Zeitreise führt von den öffentlich aufgestellten Videospieleautomaten bis hin zu den Heimkonsolen aus verschiedenen Jahrzehnten. In authentisch nachinszenierten Erlebnisräumen können sich die Besucher an originalen Geräten die Anfänge unserer digitalen Informationsgesellschaft selbst erspielen.

Bereich Spielhalle

Von den 1970er-Jahren bis in die 1980er-Jahre waren es die Videoautomatenspiele, die den Takt vorgaben. Hier war es möglich, teure Computertechnik und auf das Spiel abgestimmte Ein- und Ausgabegeräte zu verbauen.

Heimbereich
- Wohnzimmer, späte 1970er-Jahre:
Die ersten Heimvideospiele wurden nicht als Spielzeuge für Kinder, sondern als Erwachsenen- bzw. Familienunterhaltung verkauft. In den Haushalten stand üblicherweise nur ein Fernseher im Wohnzimmer. Deshalb wurden diese Geräte z.B. durch Verwendung von Holzfurnieren den damals gebräuchlichen Designs angepasst.

- Hobbyraum, 1. Hälfte der 1980er-Jahre:
Nachdem Apple (1977) mit dem Apple II den ersten Heimcomputer erfolgreich etablierte, begannen immer mehr Menschen, sich privat mit der neuen Technik zu beschäftigen. Waren Computer vorher nur etwas für Spezialisten, konnten sich von nun an viel mehr Menschen diese neue Technik aneignen. Begünstigt durch einen schnell einsetzenden Preisverfall verbreiteten sich die Heimcomputer vor allem als Spielmaschinen schnell in den Haushalten.

- Kinderzimmer, 2. Hälfte der 1980er-Jahre:
Vor allem durch den Erfolg des japanischen Videospieleherstellers Nintendo veränderte sich das Image von Videospielen: Aus einem Vergnügen für alle Generationen wird zunehmend ein Kinderspielzeug. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Anschaffung von Zweitfernsehern für die Kinderzimmer und durch die erfolgreichen, mobilen, batteriegespeisten Spielgeräte. Dank ihrer Einfachheit waren diese Geräte so preisgünstig, dass auch Kinder sie von ihrem Taschengeld kaufen konnten.

- Wohnzimmer, Mitte der 1990er-Jahre:
In der Mitte der 1990er-Jahre finden wir den nächsten Meilenstein. Mit der CD-ROM erlangte ein optischer Datenträger Produktionsreife, der ein Vielfaches der Menge an Daten als die damals üblichen Datenträger speichern konnte. Damit ließen sich nun erstmals auch ganze Filmsequenzen und komplexe Soundtracks in ein Spiel packen. So war es nur konsequent, dass der Platz im Wohnzimmer wieder stärker in den Fokus rückte und die Videospielekonsolen als Multi-Media-Geräte vermarktet wurden.
Sonderausstellung
Aufschlag Games. Wie digitale Spiele in unser Leben traten.
Täglich 10:00 bis 20:00
Eintritt mit dem normalen Ticket

Die Vernissage fand am 7. Januar 2015 im Computerspielemuseum statt. Das Grußwort hielt der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner, der die Ausstellung anschließend mit großen Interesse besichtigte.
Kontakt
Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin

Telefon Besucherservice:
+49 30 6098 8577
(täglich 10-20 Uhr)